3. Fordfreunde Deutschlandtreffen
vom 19.08. - 21.08.2005 in Waltershausen

Herzlich Willkommen zu einem neuen Bericht aus meiner elektrischen Feder (Tastatur). Wie die Überschrift vermuten läßt, haben wir uns am Wochenende mal wieder zu unseren Erfurter Clubfreunden begeben, um zu prüfen, ob's partymäßig wieder was zu sehen gibt.
So beschlossen wir mit unserer Clubkolonne (8 Mitglieder und 4 stets gerngesehene Gäste), wie immer, am Freitag gegen Mittag in Richtung Wallehu zu rollern. Noch schnell unsere Mandy an de' Raststätte aufgepickt und schon waren wir, nach einmal verfahren (frag' mich immernoch wie's passieren konnte), direkt und wohlbehalten am Gleisdreieck angekommen.

Mit Sonne im Herzen und die Worte der Therapiegruppe im Ohr ging ich gedanklich an ein schönes Wochenende heran, mit Blumen, sprechenden Waldbewohnern und frei von Alkohol. Doch plötzlich war alles anders, denn als wir bekannte Gesichter in Form von Marcel und Gunnar erblickten, wußten wir, daß gute Laune und Hausschuhe hier nicht reichen würden. Es mußte Alkohol her, um dieses Wiedersehen zünftig zu begießen. Und um die Partygötter für dieses Wochenende milde zu stimmen, sollte man schon ein paar Lebern opfern. Also rauf auf'm Platz und mit de' Jungs und Mädels angestoßen. Rudi drängte förmlich darauf den Pavillon aufzubauen, und wir kamen seinem Flehen nach, denn wer ein festen Wohnsitz hat, kann auch nach Hause gebracht werden. Nun noch so zwischen Autos gucken, Leute begrüßen und Bier schnappeln die Privatappartments am Boden verzurrt und eingerichtet. Da es so herrliches Wetter war, beschlossen wir, uns im nahegelegenen Freibad nüchtern zu kraulen, bezogen erstmal Stellung auf der Liegewiese und wollten das BEHEIZTE Becken prüfen... Huch, schon das zweitemal dieser Fehler, denn aufgrund glaubwürdigster Aussagen sprang unser Gastbär gleich in's Becken und und zitterte sich mit siebzehnfacher Herzfrequenz zurück zum Beckenrand. Vertrauen ist gut... oder die Heizung war kaputt. ;-)

Allzuviel gab es für mich leider nicht zu sehen, denn ich war mehr unter Wasser als am rausluken und checken. Die hatten es wohl auf den Präsi abgesehen und ich weiß jetzt, daß ich, wie Frutti de Mare, alles aus H2O rausfiltern kann, außer den Sauerstoff (Gurgel, Arrrgh).
Wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit wurde unser Pudding erstmal mitsamt Klamotten in's beheizte (nicht schon wieder...) Becken geworfen. Klasse Aktion und er entschied sich dann endlich seine Badehose zu holen. Die Mädels waren davon richtig angetan, wollten es aber mit ihrer Liegedecke dann doch nicht nachmachen, obwohl wir es freundlichst anboten, sie in die Nähe des Wassers zu bringen. Auch stellte unser Gastbär fest, daß man mit einer halb ausgerenkten Schulter nicht mehr so schnell das Ufer erreicht. Das ist der Freitag der Wissenschaft gewesen! Wie dem auch sei, es war sehr lustig und als meine Frau und ich fertiggesonnt waren (10 Minuten reichen völlig aus), sprangen wir zu unserer wie immer neuen, dreibeinigen, mit Liebe gekauften und zufallig schon angeheizten (diesmal wirklich heiß, da ja Grill und nicht Schwimmbecken) Vereinsglimmschüssel.
Nach leckerem Essen, ein paar Pils und für die Frauen Alkoholika, welche nicht Bier hießen, begrüßten wir noch einige mittlerweile eingetrudelte Bekannte (Grüße an Weimarer Land, Suhl, die Fiestafreunde Frankenwald, Delitsch, Burgenland, Berlin und wie sie alle heißen) und läuteten das Abendprogramm ein. Die Mr. Popper Party kam uns da sehr gelegen und wir hotteten bissl im Kreis, dann auch mal im Quadrat oder quer zu Pi durch die Halle. Also richtig schön gefeiert mit Tanz, Musik und guter Laune. Auch Australier wurden gesichtet, denn das Fosters konnte man zwar nicht direkt als lecker bezeichnen, aber einige von uns sahen dann aus wie Crocodile Dundee und sprachen auch so, bzw. standen wohl Kopf, wie in Australien (andere Erdseite) üblich. Da ich mich in Australien leider nicht auskenne und darum wohl kurzzeitig die Orientierung verloren hatte, konnten die D-Fahnder nicht am Freitag über'n Platz straucheln und die Situation checken, aber der Gastbär hat's dennoch probiert... und Wolff wäre stolz gewesen so einen tollen Kollegen im Revier zu haben. Und so neigte sich leider auch schon wieder der Freitag dem Ende zu und wir gingen alle in die Waagerechte über. Dieses war der erste Streich...

Samstag Morgen wurden wir von seichtem tröpfeln an die Wände unserer Behausung geweckt, und da ich sicher war nicht neben dem Klo zu zelten, hatte es wohl tatsächlich zu regnen angefangen. Nachdem ich mit Elan unseren Clubpavillon betrat hatte Rudi schon bei einer ungewöhnlich frühen Überlandfahrt nach Gotha eine Plane gekauft, um unseren Wassereinbruch einzugrenzen. Es gelang, und so hatten wir an jenem etwas durchwachsenen Samstag immer ein trockenes Plätzchen. Die Hot Engines hätten wohl wieder von Nebelreißen gesprochen, aber für mich war das eindeutig Regen. Das tat der schlechten Laune jedoch keinen Abbruch, denn die Frau vom Frühstückswagen (Catering Firma) dachte wohl, daß das Nagen an der Außenfassade Ihres Standes den Hunger vertreibt und glänzte durch Abwesenheit. Wir wollten jetzt aber unbedingt Geld loswerden und holten Kaffee am Bierstand, (Wie's nur immer geht???) und nachdem schon wieder früh unser Grill lief, ging's dann auch stimmungsmäßig wieder aufwärts bis ca. 7 von 10 Punkten aaam Daaach gemessen.
Endlich schlug auch unser Moppi mit Frau und einer gepimpten C-Klasse bei uns ein und überhäufte uns mit eigens georderten völlig überteuerten und mit erhöhtem Benzolgehalt versehenen Tankstellensüßigkeiten, welche wir nach Auflösen unserer Bausparverträge in uns stopften. Irgendjemand hat eben immer ausgefallene Wünsche...
Nachdem das Wetter etwas besser wurde, schlenderten wir gemeinsam über den Platz und prüften den Erotikshop, die Händlermeile und versuchten uns beim Quiz. Ich war ja so begeistert, daß man jetzt beim Liebesakt nur noch einige Cremes benötigt, und alles läuft wie von allein, daß ich sicher die falsche Anzahl Ölflaschen im Focus gezählt habe. Aber 'ne Windmühle gab's für alle, mit welcher wir über den Platz rasten, was das Stimmungsbarometer auf 9 von 10 Punkten (aaam Daaaach gemessen) brachte.
Da wir schon wieder alle zuviel Blut im Alkoholkreislauf vermuteten trafen wir uns natürlich hier und da zu einem Pilsgen und unser Gastbär sah dann auch wieder besser aus als am Morgen. Da Glück vergänglich ist, traf er jedoch alsbald auf einen riesigen (17cm) Hund, welcher ihn zu Boden riss und somit die Tierlibe des Herrn Behr etwas darunter litt. Als Klugscheißer darf ich sagen: Trenne keine Hunde von der Leine, wenn das Herrchen vor Dir steht! Aber es gab noch viel gefährlichere Situationen, denn keiner weiß woher diverse anonyme Funksprüche kamen, welche sogar noch falschen Alarm in Reihe sieben auslösten. Wo waren die 25 Autos, die aufgeregten Leute, und wer ist eigentlich Superchecker1 ??? ;-)

So vergingen die Stunden wie im Fluge, und etwa gegen 17Uhr stand auch die Jury für die Fahrzeugbewertung vor meinem Wägelchen, wobei es (schonmal vorgegriffen) abermals ein Silberschälchen wurde. Bewertet wurde wieder vom VW-Club und dafür herzlichen Dank, auch wenn sich bei manchen Kriterien wohl die Geister schieden. Man kann es leider nicht allen recht machen, aber ich denke, es ist auch bissl schwierig, das immer alles so zu managen. Wir entschieden uns dann zur Clubvorstellung zu gehen und wurden, nachdem Froschi Probleme mit der Aussprache unseres Clubnamens hatte, kurzerhand von Gunnar als „Butze und sein Haufen“ begrüßt. Fanden wir recht amüsant und irgendwie klingt's ja auch nicht so schlecht... oder?
Nach leckeren Abendbrot und noch einigen Fachsimpeleien mit alten Freunden, ging's wieder in Richtung australische Extremsituation. Eigentlich wollten wir ja nicht mehr trinken, aber irgendjemand gab immer irgendwas aus und so begann, was beginnen mußte. Die Stimmung war ausgelassen, alle freuten sich und schwangen das Tanzbein. Der Gastbär hat sogar geschafft, den Moppi umzuwerfen (ich glaube es war Tango) und ich probierte auch mal 'ne Breakdancenummer mit dem Burgenland-Ronny. Wenn ich mal arbeitslos bin, ist mein zweites Standbein – mein Tanzbein. Den mußte ich einfach bringen. :-)
Zu später Stunde wankte dann auch noch ganz unverhofft (war offiziell garnicht mitgekommen) unser Micha vorbei und feierte ein wenig viel mit uns. Auch Moppis Tanzkünste kannte ich bis dahin noch nicht und die zerknautschten Zehen unserer Mädels können wir mit Nagellack retuschieren. :-)
Echt 'ne schöne Feier und ich habe gehört, selbst unsere Frauen sollen an der Theke richtig zugegriffen haben. Keiner weiß es... Man munkelt nur, aber irgendwie sehen sie früh immer besser aus als wir Kerle... Hmm? Ich denke aber, daß alle doch recht unbeschadet diesen Abend überstanden haben und so kann ich nur noch sagen... Superfette Party und ihr wart echt Spitze!!!

Der Sonntag begann wie immer im Tran und mit guten Frühstück. Wir wußten nicht viel, aber wußten, wir wollten jetzt nur keinen Streß beim Aufräumen machen, da ja sowieso alles naß und klamm war. Und den Regengott hatten wohl unsere geopferten Lebern nicht angehoben. Olle Gans, der Regentyp. Aber wir blieben gechillt und sind in aller Ruhe zur Pokalverleihung getrödelt, wo Froschi nach dem Ausfall des Mikrofons (wir wollten es nicht wecken) mit einer Freisprechfunkanlage vom Taunus improvisierte. Zwar nicht wesentlich lauter, aber 'ne lustige Aktion. Wie immer sahen alle Anwesenden aus wie das blühende Leben und so waren wir uns alle einig, daß es mal wieder ein supi Wochenende bei den Erfurtern gewesen war und wir das eventuell wiederholen müßten, um kleinere Fehler im Alkoholkonsum zu finden und auszumerzen. Denn unser Gastbär, der ja schon Vin Diesel zeigte, wie man seinen Body pimpt, hat einige Fehler entdeckt, bevor er zusammenbrach.
Hihi. Spaß beiseite.

Nochmal ein riesiges Dankeschön an die Erfurter für die Arbeit, die coole Location, den super Service und ein Dank an alle Mitglieder und Gäste unseres Clubs, die das Wochenende mal wieder so unvergesslich werden ließen.

In diesem Sinne... Euer Präsi.

P.S. Das Stimmungsbarometer stieg übrigens am Wochenende dann noch auf 11.
(Aaaam Daaach gemessen)


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