Das 6. Himmelfahrtstreffen des Ford Team Dresden/Großenhein e.V.
in Gröden vom 25.05. - 28.05.2006


Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit! So, oder ähnlich fangen an diversen Tagen, zu vorgerückter Stunde, die Stammtischgesänge an. Das war sicherlich auch dieses Jahr zu Himmelfahrt an vielen Orten nicht anders. Und da dem so ist, dachten wir uns, wir singen nicht am altbewährten Tisch, sondern begeben uns nun endlich mal zum Himmelfahrtstreffen nach Gröden.

Eine Saisonauftaktveranstaltung, wie sie für uns eher nicht stattfinden konnte, denn wie ihr wißt, haben wir uns sonst ja frühestens zu Pfingsten auf ein Treffen gewagt.
Und so wunderte es uns nicht, daß (wie es auch sein muß) der Donnerstag total verregnet war. Das hielt jedoch die Wackersten von uns nicht ab, sich altbewährt am Riegerparkplatz in Gera zu treffen und mal nicht mit Bollerwagen und Gesang gen Suff im Wald zu ziehen, sondern mit Zelt und Grillgut im beliebten Motorwägelchen in Richtung Dresden aufzubrechen. Sehr schön fanden wir auch, daß der Maik von FTWL sich früh mit uns traf und wir gemeinsam aufbrachen.

Nach einer entspannten, verregneten Fahrt auf der von zuviel Steuergeldern löchrig gepflegten Autobahn, kamen wir ohne großes, und sonst für uns berühmtes Verfahren auf der Festwiese in Gröden an. Der Grund für den direkten Weg nach Gröden lag an den zwei Navi's, welche uns explizit den Weg dorthin wiesen.
Es muß auch eine direkte Verbindung zwischen Kasse und den Wolken geben, denn als wir unseren Obolus ins Kästchen der Dresden/Großenhainer legten, hörte der Regen scheinbar auf. Wir waren da!

Die Erfurter Gunnar und Marcel hatten schon für uns die Grashalme der Wiese richtig gelegt gehabt, damit wir sauberen Unterbodens den Platz befahren konnten und zu meinem Erstaunen war auch mal der Alex von den Erfurtern am Start. Also raus aus den Autos, die Leute begrüßt und die Regenpause genutzt...
Bier öffnen, anstoßen und labern. Macht sich ohne Regen immer gut und schließlich war ja auch Himmelfahrt. Kurz darauf oder nebenbei fingen wir an hier und da eine Jurte zu errichten und diese gemütlich abzupolstern. Im Zelt der Erfurter ging's heiß her, denn die Suhler wollten unbedingt ihre Alkoholreserven mit Gunnar teilen und wurden somit auch am Donnerstag nicht mehr gesehen. :-)
Naja, und der Gunnar ruhte dann auch kurz ab, wobei ich denke, daß es weniger am Alk lag, sondern vielmehr am Streß, den man durchmacht, wenn ca. 20 Mann ein 4 Mann Zelt angreifen. Oder?

Der Tag bzw. Abend verlief weiterhin spaßig und ruhig. Leider mußten wir am Donnerstag noch unseren Benni verabschieden, der aus unserer Region aus Arbeitsgründen wegzieht. Echt schade. Und er ist extra für paar Stunden mit nach Gröden gefahren, und hat noch diverse Pils ausgegeben. Respect!!! Und alles Gute da unten, Alter.
Als sich alle halbwegs vom ersten Delirium Dremens erholt hatten saßen wir noch gemütlich beisammen mit guten Hoko-Würstchen, paar Pils, Kaffee-Ersatz und diversen Gesprächen, welche ja zum Saisonbeginn nach dem langen Winter etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Und so verging die Zeit, und zwischen Regen und bissl Wind füllte sich der Platz langsam mit den Wägelchen der Szene. Und bei uns gingen langsam die Standlichter aus.

Fit wie nie, schwammen wir am Freitag früh aus unseren Zelten und trafen uns zum mehr oder weniger gemeinsamen Frühstück. Nur unser Sepp zog es vor, noch bissl in seinem Erdhügel zu chillen, und tauchte kurze drei Stunden später auf. Schnell bissl die restlichen Kassenzähne gereinigt, und dann den Frühstückswagen angegriffen, auf der Suche nach wat zu nagen und dem Nektar der Bohne. Der tat vielen gut und manch Augenring, an dem man vorher noch 'ne sportliche Übung hätte machen können, verschwand zusehends.
Jetzt war es natürlich Zeit für Duschcontainer, bissl Körperkultur und dann 'ne Platzrunde mit Fotosession. Im Container ging's heiter und beschwingt zu, und wer nahe am Boiler seinen Massagestrahlkopf anschloß, war warmwassertechnisch klar im Vorteil... brrrrrr
Den Body gefittet, ab an die Bierkiste und übern Platz geeimert, um Leute zu begrüßen und Bilderchen zu machen. Der Maik war derweil unterwegs den Wagen zu waschen und bekam Order, doch noch bissl Kümmel und Quark für unsere beliebten Folienkartoffeln zu besorgen, was auch hervorragend gelang. Wir hatten diesmal wieder 'nen Rappel bekommen und uns kurzerhand beim Show&Shine angestellt. Bewertet wurde von einem anderen Club aus der Region und von denen wollte keiner so richtig sprechen. Naja, aber wir hatten Spaß beim bekannten Warten in der Schlange, und nebenbei haben wir auch noch die Clubspiele besucht, wo aber leider schon die Hälfte von uns verpaßt wurde. Schade, aber das nächste Mal...

Zurück auf'm Platz war es auch allmählich Zeit für Abendbrot und die zuvor genannten und allseits beliebten Folienkartoffeln. Fein verpackt und mild gewürzt gab es für jeden einen besonders leckeren Erdapfel, wobei einige wohl doch nicht so gelungen waren, denn der Gunnar war sichtlich überfordert, mit dem steinharten Grundnahrungsmittel. Nachdem die Gabel abbrach, wußte auch er, daß es wirklich ein verdammt heißer Stein war, welcher dann direkt an besonders nette Gäste als Kartoffel weiterverschenkt wurde... Wir haben echt Tränen gelacht... Und als unser Seppel noch den großen Regenschirmtrick brachte, war es ganz vorbei. Fakt ist, dat Teil ist breit und das konnte auch seine Actionrolle vom Stuhl nicht wieder gutmachen, obwohl die echt professionell aussah, soweit ich das beurteilen kann. Erst konkurriert er zu Ostern mit Bruce und jetzt läßt er sogar Lee Majors alt aussehen. Was für ein Repertoire.

Dem Abend graute wie immer vor uns und so wollten wir wenigstens noch einen Angriff auf's Festzelt bzw. die Festhalle durchführen. Die Stimmung war ausgelassen und wir trafen an den Stammplätzen der Bar, die, die immer dort sitzen... Gunnar machte mit Matscher von de Delitscher einen los und wir haben mit allerlei Leuten getuschelt und dann noch versucht dem Stripprogramm zu folgen. Nicht schlecht der Hut, oder so, dachten wir und gingen so gegen morgen mit schwingenden Tanzbein in Richtung unserer kleinen Zeltstadt. Als wir so am Heimschlittern waren, wurden wir auch noch fälschlicherweise von amerikanischen Ordnungshütern aufgegriffen... doch ich hatte die Situation natürlich wieder voll im Griff. :-) Als Präsi muß man sowas wissen...
Für unsere Menschenrechtler auf dieser Welt muß ich noch sagen, daß diese Bilder mit dem Polizeiauto nur gestellt waren, es sich nicht um echte Waffen handelte und auch sonst keine Tiere oder gar Bäume zu schaden gekommen sind. Vielen Dank an alle beteiligten Statisten...
Am Samstagmorgen mußte ich leider schon abreisen, aber ich bemerkte, daß man sich selbst an so einem durchwachsenen Wochenende in den Sonnenminuten ein schönes Fuchskostüm abholen kann, und das tat ich auch. So fuhr ich des Früh's gen Heimat mit krosser Haut und Sonne im Herzen und die wilde Horde folgte so gegen Mittag...

Für mich, und ich hoffe auch uns alle, ein schöner, gelungener Saisonauftakt, mit Spiel Spaß und Spannung, sowie trotz der frühen Abreise ein sehr gelungenes Treffen mit den richtigen Leuten und der richtigen Biersorte. :-)
Dank an alle, die das mal wieder möglich gemacht haben, vom Ford Team Dresden/Großenhain e.V., allen Freunden und Bekannten und natürlich unserer Horde, die sich nicht hat vom sonderbaren Wetter abhalten lassen.

In diesem Sinne... bis zum nächsten mal und Ford forever!!!

Butze


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